Wie man als Fotograf in Österreich erfolgreich ist

Wer als Fotograf in Österreich erfolgreich sein will, muss mehr als gut sein. Die Konkurrenz ist groß. Die Handelskammer spricht von etwa 6000 Berufsfotografen in Österreich, meint aber auch, dass es eigentlich nur einen Markt für vielleicht 1000 Anbieter gibt. Der Preiskampf ist dabei groß, vor allem neue Fotografen unterbieten sich gegenseitig mit niedrigen Preisen, nur um Aufträge zu bekommen. Die immer geringer werdenden Investitionskosten machen den Markteintritt nur noch leichter. Und viele freie Fotografen arbeiten in Teilzeit, sehen ihre Arbeit als Nebeneinkommen und müssen deshalb aus diesem Einkommen auch nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Um in camera-926571_960_720diesem Haifischbecken überleben zu können, helfen eigentlich nur hohe Qualität und gute Kontakte. Wer nur in der Kleinstadt Portraitfotos machen will und hier und da ein Hochzeitspaar, wird es schwer haben, sich als Neuling durchzusetzen. Grundlage für den Erfolg bietet immer eine solide Ausbildung. Die kann in verschiedenen Zentren machen, zum Teil auch als berufsbegleitende Maßnahem mit Fördermitteln. Der Vorteil: Neben den Kenntnissen die man erwirbt kann man ein Zertifikat, oft sogar ein Diplom vorweisen. Das schafft schon mal mehr Vertrauen beim Kunden.

Ausserdem sollte man eine gute Ausrüstung haben: Heute wird von einem Fotografen erwartet, dass er mehrere Highend-Kameras hat, Objektive für jede Situation und zumindest eine einfache Ausleuchtungseinheit oder eine mobile Blitzanlage.

Seine ersten Sporen kann man sich als Pressereporter verdienen und manche bleiben dann auch dabei. Für freie Fotografen ist das Leben nicht leichter geworden, deswegen raten wir eine Festanstellung zu suchen.

Wer eine künstlerische Ader hat, der sollte auf jeden Fall zunächst ein Portfolio erstellen mit seinen Arbeiten. Dabei sollet Wert auf Komposition gelegt werden: Streetfotografie kann jeder, ein aufwändig ausgestattetes und vorbereitetes Fashion-Shooting beeindruckt Kunden und Galeristen mehr. Apropos Galeristen: Hier sollten Fotografen einen großen Teil ihrer Zeit investieren. Was man braucht, ist Bekanntheit und die schafft man unter anderem durch Ausstellungen. Wer einige Ausstellungen gemacht hat, wird eher von Kunden auch für normale Aufträge gebucht werden.